Jahreshauptversammlung der Fleischer-Innung Gelnhausen-Schlüchtern

Sachkundenachweis „Schlachten“ für selbstschlachtende Fleischereien sorgte für heftige Diskussionen auf der Jahreshauptversammlung der Fleischer am 16. März 2017 im Landgasthof Jossgrund in Sinntal-Jossa.

Nach Eröffnung der Versammlung und Gedenken an die verstorbenen Kollegen berichtete Obermeister Hans Martin von der IFFA (internationale Leitmesse für Fleischverarbeitung) in Frankfurt 2016. Die Messe ist ein „Muss“ für jeden Fleischer. Eine internationale Produktpalette wurde vorgestellt. Neben den allgemeinen Terminen und Regularien sei der Ausbildungstag der Kreisrealschule im Juni 2016 hervorzuheben. Hier galt sein Dank den Fachlehrern der Berufsschule Gelnhausen, die den Schülern das Fleischerhandwerk näher brachten. Das Grillgeschäft im Jahr 2016 war kalt und verregnet. Man müsse mit Wertigkeit punkten um am Markt zu bestehen, so der Obermeister.

Über die Gesellenprüfung im Sommer 2016 berichtete Karl Eugen Fries. Bis auf den Innungssieger Herr Kurz waren die Leistungen im Beruf „Fleischer“ zufriedenstellend. Bei den Fleischerei-Fachverkäuferinnen waren die Noten befriedigend bis ausreichend. Herr Fries sieht die Situation und Entwicklung der Auszubildenden als sehr problematisch.

Jahresrechnung und Haushaltsplan wurden von Geschäftsführer Zeller vorgestellt und von der Versammlung genehmigt, bzw. verabschiedet. Ein Antrag auf Beitragserhöhung, der durch die Erhöhungen im Fleischerverband Hessen, notwendig ist wurde einstimmig angenommen.

Von den selbstschlachtenden Betrieben wird ein Sachkundenachweis „Schlachten“ benötigt. Seit dem 01.01.2013 ist die Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 in Kraft. Diese Verordnung umfasst den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung. Auch Mitarbeiter die bspw. nur für das Treiben der Tiere oder die Aufstallung zuständig und nicht am eigentlichen Schlachtvorgang beteiligt sind, benötigen laut Gesetz den Sachkundenachweis. In den einzelnen Landkreisen gibt es große Unterschiede wie mit dieser Situation umgegangen wird. Die Fleischer im Main-Kinzig-Kreis erhalten wenige Informationen von Kreis oder Veterinäramt, sodass es hier zu heftigen Diskussionen kam. Ein Termin mit dem Main-Kinzig-Kreis wurde vereinbart, bei dem die Betriebe alle Auskünfte erhalten sollen.

Nachfolgend stellte Herr Wolf von der BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe das neue Unternehmermodell vor und ging auf das Arbeitsschutzprogramm ein. Die BGN bietet den Betrieben Seminare und Workshops an, die in den Räumen der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen stattfinden werden. Die Terminierung wird man für den Herbst vornehmen. Berufskrankheiten und Wegeunfälle waren weitere Themen des Referenten.

Obermeister Martin und Geschäftsführer Zeller überreichten im Anschluss die Urkunden der freiwilligen Selbstkontrolle. Auch für die handwerklichen Betriebe werden externe Prüfungen immer wichtiger. Die Mitgliedsbetriebe des hessischen Fleischer-Verbandes können über die Freiwillige Selbstkontrolle auf einfache und kostengünstige Art und Weise die sensorische Qualität, die mikrobiologische Sicherheit und die Zusammensetzung objektiv und neutral überprüfen lassen. Produkte, die diese Prüfung bestehen, werden mit dem Prädikat „Qualitätsprodukt aus Hessen“ ausgezeichnet. Prämierte Betriebe der Fleischer-Innung Gelnhausen-Schlüchtern sind, Dirk Baumann, Gründau, Bien GmbH 6 Co. KG, Jossgrund, Karl Eugen Fries, Bad Orb, Albrecht Hensel , Wächtersbach, Rudolf Klimt, Gelnhausen, Hans-Jürgen Kühlthau, Sinntal, Bernd Lebeau KG, Wächtersbach, Hans August Martin, Sinntal, Manfred Reidelbach, Brachttal, Stefan Weber GmbH, Freigericht, Weigand GmbH, Flörsbachtal und Markus Wytrieckus aus Schlüchtern.



Abschließend teilte Kreishandwerksmeister Hutzenlaub aus Bad Soden-Salmünster mit, dass er sich auf Abschiedstournee befindet. Nach 10 Jahren Kreishandwerksmeister und 20 Jahren Obermeister der Tischler-Innung hat er seinen Betrieb abgegeben und steht im Mai nicht mehr zur Wahl. Es war für ihn eine schöne und lehrreiche Zeit die er nicht missen möchte.

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