Landesinnungsverband der hessischen Steinmetze und Steinbildhauer wieder komplett

Ralf Zimmermann, Obermeister der Steinmetzinnung Hessen-Mitte eröffnete die Tagung und begrüßte die Teilnehmer.

Sodann gab er das Wort an Landesinnungsmeister Karl-Heinz Damm, der sich über den Besuch aus der Kommunalpolitik erfreut zeigte und herzlichst Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, Ersten Beigeordneten Gerhard Müller und den Präsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden Klaus Repp, begrüßte.

v.l. Karl-Heinz Damm, Klaus Repp, Gerhard Müller, Elisabeth Müller
v.l. Karl-Heinz Damm, Klaus Repp, Gerhard Müller, Elisabeth Müller

Grußworte

„Trotz der wandelnden Bestattungskultur und die daraus resultierenden Probleme, ist das Gewerk der Steinmetze mit seiner kreativen und künstlerischen Art immer noch sehr gefragt“, so Elisabeth Müller in ihrem Grußwort, die in Vertretung für den Landrat zugegen war.

Erster Beigeordneter Gerhard Müller ging darauf ein, dass die Gemeinde Bischoffen das Zentrum eines uralten Steinmetzgebietes ist. Der Aartalsee, welcher 1992 in Betrieb genommen wurde und eine Fläche von 100 ha aufweist, ist einer der Anziehungspunkte von Bischoffen. 23 kleine Inseln im Aartlalsee dienen dem Vogelschutz. Er hofft, dass die Teilnehmer Zeit finden sich die Gegend um den See anzusehen und wünscht der Tagung einen angenehmen Verlauf sowie gute Beschlüsse.

Herzlichst begrüßte HWK-Präsident Repp die Teilnehmer und bedankte sich für die Einladung. Die Betätigung alter Handwerke habe sich nicht nur in der Bestattungskultur, sondern allgemein gewandelt, so Repp. Exklusivität und Individualität im häuslichen Bereich seien immer noch sehr gefragt. Jedoch habe sich auch das Kaufverhalten der Menschen durch digitale Medien geändert. Viele Informationen würden vorab im Internet abgefragt. Empfehlenswert für jeden Handwerker sei deshalb eine ansprechende Homepage, auf der u. a. die Referenzen preisgegeben werden. Die Handwerkskammer Wiesbaden bietet ihren Betrieben einen kostenlosen Homepage-Check an, den er nur jedem Handwerker nahelegen könne.

Ehrungen

Anschließend wurden Ehrungen vorgenommen. Die Silberne Ehrennadel erhielt Karl-Heinz Zimmermann für sein jahrzehntelanges Engagement im Ausbildungs- und Gesellenprüfungswesen. Mit der Bronzenen wurde Ralf Zimmermann ausgezeichnet. Markus Löll, der ebenfalls Bronze erhalten hätte, war nicht zugegen.
Landesinnungsmeister Damm und Geschäftsführer Zeller würdigten den ehrenamtlichen Einsatz der Ausgezeichneten.

v.l. Karl-Heinz Damm, Karl-Heinz Zimmermann, Ralf Zimmermann und Klaus Zeller
v.l. Karl-Heinz Damm, Karl-Heinz Zimmermann, Ralf Zimmermann und Klaus Zeller

Ein rechtssicherer Online-Auftritt

Rechtsanwalt Frederik Trub, spezialisiert auf die rechtliche Beratung bei der Erstellung von Homepages und Onlineshops, referierte über einen rechtssicheren Online-Auftritt. Er ging auf die Impressumspflicht ein. Der Maßstab der Positionierung ist eine leichte und unmittelbare Erreichbarkeit. Bei Social Media Netzwerken wie bspw. facebook muss ebenfalls das Impressum hinterlegt sein. „Hier ist es nicht ausreichend die Eintragung unter „Info“ zu hinterlegen, da ein gesondertes Eingabefeld zur Eintragung besteht“, so Trub. Das Impressum ist die Visitenkarte im Internet.
Neben den Firmierungen und Rechtsformen die im Impressum anzugeben sind verweist er darauf, dass jede Homepage eine Datenschutzerklärung benötigt. Diese muss von jeder Seite der Homepage aus abrufbar sein. Die Anforderungen sind also höher als bei der Pflicht zum Vorhalten des Impressums, das mittels zwei Klicks erreichbar sein muss.
Zusammenfassend erklärte Trub, dass im Rahmen des Online-Auftritts zwingend die rechtlichen Vorschriften zu Pflichtangaben eingehalten werden sollten. Impressum und Datenschutz sind solche Pflichtangaben. Die Einhaltung ist entgegen der verbreiteten Meinung auch keine zu vernachlässigende Lappalie, sondern kann erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen – nicht umsonst setzt die Abmahnindustrie jährlich Umsätze im hohen neunstelligen Bereich um.

Tätigkeitsberichte

Erfreut zeigte sich LIM Damm darüber, dass die Steinmetz- und Steinbildhauer-Innungen Wiesbaden und Bergstraße in zahlreichen Gesprächen, nach Jahren ihres Austrittes, wieder Vertrauen in unseren Verband gefasst, und auf ihren Jahreshauptversammlungen den Wiedereintritt beschlossen haben.
Damm appellierte noch einmal an alle Mitglieder sich einzubringen. Gerade im Bereich der wandelnden Bestattungskultur. Wenn in den Kommunen vor Ort was geplant sei, möchten die Betriebe dies bitte an den Verband weiterleiten. Allerdings kann auch der Verband nicht alles abwenden, da die Kommunen selbst entscheiden. „Dies muss jedem Einzelnen klar sein“, so Damm.
In seinem Bericht teilte er weiter mit, dass sich die Ausbildungsgehälter zum 01.09.2017 erhöhen und die Ausbildungsumlage eingeführt wird.
Auf den Internetseiten des Bundes- als auch Landesverbandes wird eine große Informationspalette geboten, die Mitglieder müssten diese nur nutzen. Merkblätter, Tarifverträge, Werbematerialien u. v. m. können im internen Bereich kostenfrei heruntergeladen werden.
Wegen der immer weiter sinkenden Ausbildungszahlen macht man sich auf Bundesebene Gedanken über die Überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Es wird nach Alternativen gesucht, die Kosten zu senken um evtl. alle Ausbildungszentren aufrecht zu erhalten.

71 Auszubildende werden derzeit in Hessen zum Steinmetz- und Steinbildhauer ausgebildet, gab Lehrlingswart Andreas Ruhl in seinem Bericht bekannt. Weiter wurde ein Kammerausschuss für den Ausbildungsberuf Naturwerksteinmechaniker in Hessen einberufen. Dies betrifft jedoch nur Lehrverträge der Kammern Kassel und Wiesbaden.
Die Neuordnung der Berufsausbildungsordnung soll im Afa-Kreis fertig ausgearbeitet und dem Bundesinstitut für Berufsbildung vorgelegt werden. Wesentliche Änderungen in der neuen Ausbildungsordnung betreffen das Einsetzen von programmierbaren Maschinen, die Zwischenprüfung wird um ein Fachgespräch erweitert, das Verarbeiten von Kunstwerkstein und dem Beruf Steinmetz wird die Fachrichtung programmierbare Maschinen beigefügt.

Wahlen

Bei den Neuwahlen wurden Landesinnungsmeister Damm, seine beiden Stellvertreter Sauer und Kempf, als auch die vier Beisitzer Graf, Hartmann, Müller und Seiffert in ihren Ämtern bestätigt. Lehrlingswart bleibt weiterhin Andreas Ruhl und dessen Stellvertreter Benjamin Ritter.

Der Antrag die Amtszeit von einem Jahr wieder auf drei Jahre heraufzusetzen wurde von den Delegierten einstimmig angenommen.

Frau Mücke bewirbt abschließend noch einmal die Fahrt nach Hamburg, mit Besichtigung des Ohlsdorfer Friedhofs und der Elb-Philharmonie.

Der Termin für die nächste Landestagung wird auf den 27. und 28. April 2018 festgesetzt.

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